Die Idee

Die Idee

hinter dem „Hermann-Löns Forum & KITA Windrad“ 

Ideen, Gespräche, Visionen, Diskussionen: Bevor ein großes Neubauprojekt wie das „Hermann-Löns Forum & KITA Windrad“ das Licht der Welt erblickt, braucht es mehrere Dinge. Denn noch bevor die Fachplanenden loslegen können, gibt es zunächst eine Vision. Und so haben wir geredet, gegrübelt, die Köpfe zusammengesteckt und beraten. Begonnen hat alles mit diesen Ideen…

Unser Verständnis vom „Hermann-Löns Forum & KITA Windrad“

Die KJA LRO gGmbH versteht das Stadtteilhaus als ein sozialräumliches Projekt, in dem neue pädagogische und pastorale Wege ausprobiert werden können und sollen. Wir wünschen uns eine - nennen wir es - „Komm- und Hingeh-Struktur“. Im Fokus stehen immer die Menschen vor Ort. Das gesamte Projekt wird als eine offene und bedarfsorientierte Maßnahme angesehen.

Als Kirche sieht die KJA LRO gGmbH in diesem Projekt die Chance, bei den Menschen präsent zu sein, ihre Hoffnungen und Nöte zu kennen, ihnen angemessene Angebote zu unterbreiten, mit ihnen einen Teil des Lebensweges gemeinsam zu gehen. Der christliche Glaube ist unsere Motivation.

Wir wollen nah bei den Menschen sein. Denn in jedem Menschen begegnen wir Jesus Christus. Er prägt unsere Haltung, jeden Menschen uneingeschränkt willkommen zu heißen und ihm achtsam sowie respektvoll zu begegnen.

Der christliche Glaube ist unsere Kraftquelle, die wir selbst immer wieder stärken wollen und die wir anderen Menschen als Kraftquelle für ihr Leben anbieten. Dabei wertschätzen wir in gleicher Weise andere religiöse Überzeugungen.

Die KJA LRO gGmbH stellt sich mit dem Stadtteilhaus in besonderer Weise der Herausforderung, inklusiv zu sein – sowohl baulich als pädagogisch/pastoral.

Wir freuen uns, dass der Generalvikar des Erzbistums Köln Msgr. Dr. Markus Hofmann die Schirmherrschaft des Projektes übernimmt als Zeichen der Verbindung von Kirche und Gesellschaft. 

Am Anfang steht immer ein Engagement von Menschen

Im Stadtteil Bergisch Gladbach Hand wurde ein ehemaliges Kasernengebiet umgewidmet zu einem Baugebiet für Wohnungen und Gewerbe. In diesem sogenannten Hermann-Löns-Viertel (HLV) wurden seit dem Jahr 1999 Wohnungen gebaut. Derzeit wohnen ca. 1.400 Menschen in diesem Wohngebiet. Ebenso haben sich Gewerbebetriebe angesiedelt. Geplant war, dass eine sogenannte „Kleine Mitte“ entstehen soll, in der, z. B. ein Lebensmittelmarkt, Dienstleistungen (Friseurhandwerk usw.) und Begegnungsmöglichkeiten (Café usw.) etabliert werden sollten. Diese „Kleine Mitte“ konnte nicht realisiert werden. Die Stadt Bergisch Gladbach hat den Bebauungsplan geändert, sodass dort der Investor „Interboden“ nun 108 Wohneinheiten baut. Damit erhöht sich die Anwohner/-innenzahl auf mindestens 2.000 Personen. Das Netzwerk Gronau-Hand, der Siedlungsgemeinschaft Hermann-Löns-Viertel e.V. und die KJA LRO gGmbH gemeinsam mit der Stadt Bergisch Gladbach haben sich von Beginn an dafür eingesetzt, dass statt der „Kleinen Mitte“ dann auf jeden Fall eine soziale Infrastruktur in diesem Wohngebiet geschaffen wird. So ist in einem längeren Prozess das sich jetzt im Bau befindende Stadtteilhaus mit Kindertagesstätte im Hermann-Löns-Viertel entstanden, das „Hermann-Löns Forum & KITA Windrad“.

Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern gehören zur Hauptzielgruppe. Darüber hinaus soll das Stadtteilhaus von den Anwohnerinnen und Anwohnern zur Begegnung und Kommunikation genutzt werden. Vor allem die Menschen vor Ort im Viertel sollen erreicht werden.

Der Eingangsbereich zum Stadtteilhaus soll als Begegnungs- und Kommunikationsraum genutzt werden. Den Eltern, die ihre Kinder zur Kindertagesstätte bringen, wird eine (unverbindliche) Kontaktmöglichkeit angeboten.

Außerdem sind folgende Angebote in Planung:

  • Kinder-, Jugend- und Familienhilfe über Bildung und Teilhabe (BuT)
  • Sozialräumliche Netzwerkarbeit und Ort für stadtteilbezogene Angebote durch Anwohnerinnen und Anwohner über eine/n Koordinator/-in, die von der Stadt Bergisch Gladbach finanziert wird
  • Kindertagesstätte und Teil des Kath. Familienzentrums Bergisch Gladbach-West
  • Kinder- und Jugendarbeit über eine pädagogische Fachkraft der KJA LRO
  • Jugend- und Familienbüro als soziale Beratungsangebote vor Ort
  • Geschäftsstelle des Jugendmigrationsdienstes Rhein-Berg
  • Je nach Bedarf sind auch weitere spezielle Beratungsangebote denkbar, wie z.B. Renten- und Seniorenberatungen
  • Oase und Ort der Achtsamkeit und Entschleunigung für junge Menschen und Anwohner/-innen
  • Ein Ort der lebendigen und menschennahen Kirche

Das Stadtteilhaus ist nicht als Jugendzentrum im Hermann-Löns Viertel angedacht. Deswegen werden Jugendliche in das Kinder- und Jugendzentrum CROSS in Gronau eingeladen. Wohl ist aber gedacht, spezielle Beratungs- oder Gruppenangebote anzubieten, wenn dies vor Ort sinnvoll ist. Hier können wir uns vorstellen, weitere eigene Beratungsangebote für junge Menschen zu integrieren.

Das „Hermann-Löns Forum“ wird anwohnerorientiert entwickelt. Das heißt, wir werden schauen, welches Engagement die Anwohner selbst einbringen, um das Stadtteilhaus zu nutzen. Es besteht die Möglichkeit, dass Gruppen und Vereine vor Ort die Räumlichkeiten nutzen. Doch das Stadtteilhaus soll kein „Bürgerzentrum“ mit vielen kulturellen und sonstigen Veranstaltungen werden. In diesem Bereich wird zurzeit von gelegentlichen Angeboten ausgegangen. 

Das Stadtteilhaus ist kein Veranstaltungsraum, der für private Veranstaltungen gemietet werden kann.

Der Jugendmigrationsdienst Rhein-Berg (JMD) wird seine Geschäftsstelle im Stadtteilhaus erhalten. Er wird hier angesiedelt, weil insbesondere der Stadtteil Gronau im Vergleich zu anderen Stadtteilen in Bergisch Gladbach einen überproportional hohen Anteil an Menschen mit Zuwanderungsgeschichte hat (Gronau: über 20 Prozent).

Zu sich kommen und der Hektik des Alltags entfliehen: Im Stadtteilhaus wird es für die Menschen einen „Raum der Stille“ geben. Er soll die Möglichkeit geben, sich zu besinnen und sich mit den Fragen des Lebens und des Glaubens auseinanderzusetzen.

Die KITA Windrad ist das zweite Herzstück unseres Neubauprojektes. Sie wird dreigruppig und soll für 58 Kinder ein ganz besonderer Ort zum Spielen und Lernen werden.

Die KITA ist Teil des Katholischen Familienzentrums Bergisch Gladbach-West.

Ihre Öffnungszeiten kollidieren wahrscheinlich eher weniger mit den Zeiten, in denen Angebote im Stadtteilhaus laufen sollen. Denn diese sind verstärkt an Nachmittagen, Abenden und Wochenenden geplant.

Unser Logo

Windrad

Entworfen wurde das Logo für das „Hermann-Löns Forum & KITA Windrad“ von der Designerin Kim Wittmer. 

Ihre Vision und Idee

Die einzelnen Elemente des Logos greifen abstrakt die außergewöhnliche Form des Gebäudes auf. Gemeinsam betrachtet sollen die vier Elemente den Betrachter an ein Kreuz erinnern. Sie stellen eine Verbindung zum christlichen Glauben und der KJA LRO als Bau- und Betriebsträger her.

Das Windrad

Zusätzlich erinnert das Symbol an ein Windrad, das Kinder mit Freude in den Wind halten. Es steht zugleich für erneuerbare Energien und damit für Nachhaltigkeit und die Bewahrung der Schöpfung. Ein zentraler und wesentlicher Aspekt des gesamten Neubauprojektes. 

Die Bereiche

Die Begriffe „Nachbarschaft, Familie, Jugend, Kinder“ kennzeichnen die Aufgabenschwerpunkte des Projekts. Dabei lässt insbesondere der Begriff Nachbarschaft viel Raum für individuelle Angebote, Aktionen und Maßnahmen.

Die Farben

Für jeden der vier zentralen Bereiche steht eine eigene Farbe zur Verfügung, Die gewählte Farbpalette soll für eine fröhliche, positive und herzliche Atmosphäre stehen und greift zudem in Teilen die Farben des KJA-Logos auf (grün). 

Insbesondere der Orange-Ton für die Kindertagesstätte steht für Licht und Liebe, beides wesentliche Aspekte des pädagogischen Konzepts.

Zudem wird die Katholische Pfarreiengemeinschaft Bergisch Gladbach-West (PG BGW) die KITA pastoral integrieren. Orange ist eine der  dominanten Farben im öffentlichen Auftreten der  PG BGW.  Hierdurch  wird  die besondere   Kooperation   deutlich.

Die Bezeichnungen

Die Bezeichnung „Forum“ steht symbolisch für den Kerngedanken des Projekts, einer Begegnungsstätte inmitten des Hermann-Löns-Viertels zu schaffen. Gleichzeitig greift der Begriff die Zahl Vier („four“) indirekt auf und rundet so die Idee, das Projekt vier zentralen Bereichen zu widmen, ab. Der Begriff „KITA“ ist bewusst gewählt (statt z.B. Kindertagesstätte oder Kindergarten), da er gesellschaftlich anerkannt, einfach und direkt verstanden wird. 

Die Natur, der Dachgarten und die organische Bauweise mit Holz spielen eine zentrale Rolle. „Windrad“ steht für eine nachhaltige und naturverbundene pädagogische Ausrichtung. Die Begeisterung, die Kinder für das Windrad empfinden, soll auch auf andere Bereich des Lernens und der Erziehung übertragen werden.